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– NEW YORK (Reuters Health/yg) Die Ergebnisse einer Studie, die in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Arthritis and Rheumatism veröffentlicht wurden, lassen annehmen, dass eine Behandlung mit Efalizumab bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis eine psoriatische Arthritis auslösen kann.
"Efalizumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper, der mit der CD11a-Untereinheit des Lymphozyten-Funktions-assoziierten Antigens 1 reagiert (LFA-1). Dieser Antikörper hat sich in der Behandlung von Hautläsionen bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis als wirksam erwiesen", schreiben Dr. Herve Bachelez vom Hopital Saint-Louis in Paris und seine Kollegen.
"Aber während über Efalizumab kürzlich noch berichtet wurde, dass es in einer Placebo-kontrollierten Phase-II-Studie keine heilsamen Effekte auf psoriatische Arthritis gehabt habe", betonen die Forscher, "wurde in einer anderen Studie eine dramatische Verschlimmerung der psoriatischen Arthritis bei einem Patienten, der mit Efalizumab behandelt wurde, festgestellt".
Um [die Wirkung von Efalizumab] weiter zu erforschen, untersuchten sie retrospektiv 16 Patienten mit Psoriasis, die während der Behandlung mit Efalizumab an einer Arthritis erkrankten. Der mediane Zeitraum zwischen Behandlungsbeginn und Beginn der psoriatischen Arthritis lag bei elf Wochen.
Bei acht Patienten war ausschließlich eine periphere Arthritis aufgetreten, bei sieben war die Arthritis axial und peripher und bei einem Patienten hatte die Arthritis nur die Wirbelsäule befallen. Alle Patienten erfüllten mindestens zwei Sets an Klassifikationskriterien für psoriatische Arthritis. Nach Ausbruch der psoriatischen Arthritis wurde bei den meisten Patienten eine Verbesserung der Hautläsionen beobachtet.
Die Behandlung mit Efalizumab wurde bei elf Patienten wegen schwerer psoriatischer Arthritis abgebrochen. Nach dem Absetzen von Efalizumab ließen rheumatische Symptome bei einem Patienten nach. Acht Patienten benötigten eine Behandlung mit nicht-steroidalen anti-inflammatorischen Medikamenten und/oder Methotrexat. Zwei dieser Patienten wurden anschließend mit Tumor-Nekrose-Faktor-alpha-(TNF-alpha-)-Inhibitoren behandelt. Bei zwei Patienten trat die psoriatische Arthritis nach einer wiederholten Behandlung mit Efalizumab wieder auf.
Diese Ergebnisse zeigten, dass bei Patienten, die Efalizumab erhielten, psoriatische Arthritis auftreten könne, so Dr. Bachelez in einem Interview mit Reuters Health. Die Ergebnisse "betonen auch die voneinander unabhängigen Effekte dieses biologischen Medikamentes - einerseits die positiven Effekte auf die Hautläsionen und andererseits den arthritischen Befall der Gelenke."
Die Rolle des Medikamentes beim Ausbruch rheumatischer Symptome "ist in zwei der 16 beschriebenen Fälle gesichert", schreiben die Autoren. Dementsprechend sollte Efalizumab bei Patienten mit Symptomen einer psoriatischen Arthritis kontraindiziert sein.
Im nächsten Schritt sollte die tatsächliche Inzidenz dieses ungünstigen Ereignisses bei psoriatischen Patienten, die Efalizumab erhalten, untersucht werden. Außerdem sollte der biologische Mechanismus, der diesem nachteiligen Effekt zugrunde liegt, entschlüsselt werden, fügt Dr. Bachelez hinzu.
Quelle: Arthritis Rheum 2008;58:1796-1802.
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