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– NEW YORK (Reuthers Health) Die verschreibungspflichtige Pimecrolimus-Creme 1% (Elidel) führe zu einer raschen Linderung klinischer Symptome und verbessere die Lebensqualität von Patienten mit perioraler Dermatitis, berichten deutsche Kliniker- basierend auf einer von ihnen durchgeführte Studie.
Bei perioraler Dermatitis (POD) handele es sich um einen häufigen, akneähnlichen Ausschlag unbekannter Herkunft und ohne Standardtherapie, so das Untersuchungsteam in der Juli-Ausgabe des Journal of the American Academy of Dermatology. Meist erkranken Frauen mittleren Alters an POD.
In einer randomisierten, Vehikel-kontrollierten Doppelblindstudie verabreichte Dr. Thomas Schwarz von der Universität zu Kiel 124 Patienten mit POD bis zur Abheilung und für maximal vier Wochen zweimal täglich Pimecrolimus-Creme 1% oder eine Vehikelkontrolle. Vier und acht Wochen nach der Behandlung erfolgte eine Nachuntersuchung.
Insgesamt 112 Patienten (56 in jeder Gruppe) beendeten die Behandlungsphase, die in der Pimecrolimus-Gruppe im Mittel 29,1 Tage und in der Vehikel-Gruppe 27,3 Tage andauerte.
Beide Gruppen hatten eingangs der Studie einen POD-Schweregradindex (POD Severity index score, PODSI-Score) von 5,2. Der Index reicht von 0 bis 9. Der durchschnittliche PODSI-Score fiel auf 2,6 in der Pimecrolimus-Gruppe gegenüber 3,5 in der Kontrollgruppe (p = 0,0011).
Die Behandlung erzielte bei 40 Prozent der Pimecrolimus-behandelten Patienten am achten Tag und bei 65 Prozent am 29. Tag eine Therapie-Response (definiert als Abfall des PODSI-Scores um mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Ausgangswert). Im Vergleich dazu erfüllten nur 10,9 Prozent der Patienten aus der Vehikel-Kontrollgruppe am achten Tag die Definition eines Responders, wobei am 29. Tag 59,4 Prozent der Patienten der Vehikel-Gruppe auf die Behandlung ansprachen.
Pimecrolimus zeigte bei Patienten mit Kortikosteroid-induziertem POD die stärkste Wirkung. Pimecrolimus-behandelte Patienten berichteten von einem größerem Gewinn an Lebensqualität als die mit der Kontrolle behandelten Patienten.
Wie erwartet sei Pimecrolimus gut vertragen worden, berichtet das Team und betont, dass keine ernsthaften medikamentenbezogenen Nebenwirkungen aufgetreten seien. Von Brennen und und Hautrötungen sei kaum berichtet worden, teilen sie mit.
Das Absetzen der Pimecrolimus-Creme habe bei den meisten Patienten, die in die Nachbeobachtungsphase eingingen, nicht zu einem Rezidiv der Hautsymptome geführt, berichten sie weiter.
"Eine kritische Bewertung der Berichte zur POD-Behandlung in der jüngsten Vergangenheit zeigte eindeutig, dass die Behandlung der POD weiterhin eine Herausforderung bleibt," betonen DR. Schwarz und seine Kollegen in ihrem Artikel und fügen hinzu, dass die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten "relativ begrenzt und nicht sehr wirkungsvoll" seien.
Die aktuelle Studie lasse vermuten, dass Pimecrolimus-Creme 1%"eine attraktive Behandlungsmöglichkeit bei für POD darstellen könnte, besonders bei Patienten, die bereits topische Kortikosteroide verwendet haben", fassen sie zusammen.
Quelle: J Am Acad Dermatol 2008;59:34-40
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