Auch mit Fischöl gegen Psoriasis

04.03.2003 (2)

HERSBRÜCK, 04. März (MedCon) – Fischöle, die reich an n-3-mehrfach-ungesättigten Fettsäuren sind, haben eine entzündungshemmende Wirkung. Davon können auch Patienten mit Psoriasis profitieren. Astrid Menne, Ökotrophologin an der PsoriSol Hautklinik Hersbrück, empfiehlt bei Psoriasis, täglich drei bis 3,5 Gramm dieser Fettsäuren aufnehmen.

Im Körper des Menschen führt die Zunahme dieser „gesunden Fettsäuren“ zu einer Abnahme der Produktion von Arachnidonsäure, die am unerwünschten Entzündungsgeschehen beteiligt ist. Stattdessen bildet der Körper bei starker Aufnahme der n-3-mehrfach-ungesättigten Fettsäuren die entzündungshemmende Eicoheptansäure vermehrt. Dies kann positive Auswirkungen auf die Symptome der Psoriasis haben.

In der Zeitschrift „Ärztliche Praxis Dermatologie“ macht Menne darauf aufmerksam, dass große Mengen der erwünschten Fettsäuren in frei lebenden Meeresfischen wie Thunfisch oder Lachs enthalten ist. Gezüchtete Meeresfische und Süßwasserfische kommen demnach an diese Mengen nicht heran und haben eine andere – weniger gesunde – Zusammensetzung an Fettsäuren. Somit ist die Ernährung mit Meersfischen nur bedingt für Patienten mit Psoriasis geeignet: „Langfristig könnte diese Dosis nur über Nahrungsmittelergänzungsmittel zugeführt werden“, so Menne.

Sinnvoll sei eine Kost, die nur wenig Arachnidonsäure enthält. Diese ist ausschließlich im Fett tierischer Lebensmittel enthalten. Demnach sollten fettreiche Wurst und fettreiches Fleisch, Sahne, Butter und Ei reduziert werden. Günstig ist hingegen laut Menne eine Kost mit Obst, Gemüse, Getreideprodukten, fettarmem Fleisch, fettarmen Milch- und Milchprodukten – und eine Nahrungsergänzung mit n-3-mehrfach-ungesättigten Fettsäuren.

Quelle: Ärztliche Praxis Dermatologie (2003), No. 1, pp 32 – 33

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